Fabian Müllers (*1964) Werke wurden durch große Musiker unserer Zeit wie David Zinman, Andris Nelsons, Sir Roger Norrington, Christopher Hogwood oder Steven Isserlis aufgeführt und erklangen in den renommierten Sälen der Welt wie der Carnegie Hall, dem Teatro Colón, der St. Petersburger Philharmonie oder der Tonhalle Zürich.

Auftragswerke schrieb er für das Lucerne Festival, die Interlakner Musikfestwochen oder die Vestfold Festspillene in Norwegen und seine Werke kamen zur Aufführung beim Festival La Chaise Dieux in Frankreich, beim Aspen Music Festival in Colorado oder beim Festival Internacional de Ushuaia in Argentinien.

Eine intensive Zusammenarbeit verbindet ihn mit der Perkussionistin Dame Evelyn Glennie für die er bereits drei Auftragswerke schrieb, darunter «Extempore» für Vibraphon und Kontrabass (2015), sowie ein Vibraphonkonzert, das sie im Herbst 2014 in der Tonhalle Zürich uraufführte. Das 2012 entstandene Doppelkonzert «Dialogues Cellestes» für zwei Violoncelli und Orchester, geschrieben für Antonio Meneses und Pi-Chin Chien, erlebte seine Schweizer Erstaufführung mit dem Sinfonie Orchester Biel Solothurn. Für das Carmina Quartett und im Auftrag der Pro Helvetia schrieb Fabian Müller sein 2. Streichquartett «Das Helvetische», sowie für dasselbe Ensemble kürzlich sein 4. Streichquartett.

Zahlreiche CD-Aufnahmen unter anderem mit dem Philharmonia Orchestra (unter David Zinman), dem Royal Philharmonic Orchestra in London, dem Zürcher Kammerorchester oder dem Petersen Quartett Berlin (für col legno, Capriccio, Sony Classical u.a.) zeugen von seinem vielseitigen Schaffen.

Im Anschluss an seine Cello-Ausbildung am Zürcher Konservatorium studierte Fabian Müller Komposition in Zürich und den USA, wo er 1996 den Jacob Druckman Award for Orchestral Composition gewann. Für sein bisheriges Schaffen erhielt er 2006 eine kulturelle Auszeichnung des Kantons Zürich und 2012 den Kunstpreis Zollikon.


Nebst seiner Tätigkeit als Komponist interessiert sich Fabian Müller vor allem für Musikethnologie. Er gilt als einer der massgebenden Vordenker und Erneuerer der Schweizer Volksmusik. Während zehn Jahren (1991 bis 2002) arbeitete er an der Herausgabe der Hanny Christen-Sammlung, einer zehnbändigen Volksmusik-Anthologie mit über 10`000 Melodien aus dem 19. Jahrhundert.