Komponist

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«Der Pferdeprinz», Ballett-Oper in zwei Akten (2002)

Als Ballett-Oper:
Die Konzeption dieses Musiktheaters als eine Kombination von Ballett und Oper lässt zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten zu. So sind zum Beispiel alle Gesangsrollen auch als Tanzrollen besetzt. Damit lässt sich das Gesungene gleichzeitig tänzerisch darstellen. Fliessende Übergänge von der gesungenen in die getanzte Rolle sind dadurch mölglich. Ebenso die gleichzeitige Darstellung verschiedener Bewusstseinsebenen (Traum/Wirklichkeit).

Als konzertante Aufführung/tönendes Bilderbuch:
Es ist ebensogut eine konzertante Aufführung (ohne Tanz) möglich. Die Gesangsrollen werden minimal auf der Bühne dargestellt. Der Erzähler befindet sich auf der Seite der Bühne. Hinter dem Orchester, wird der Handlungsablauf quasi wie ein grosses, tönendes Bilderbuch auf eine Leinwand projiziert.

Viele Märchen umfassen das ganze Muster des menschlichen Entwicklungsweges: die Suche nach dem tieferen Sinn des Daseins, die Erlösung oder Auflösung vom ehernen Gesetz des Schicksals, die Meisterung von schwierigen Lebenssituationen. Auch das Band der Liebe und die Weisheit sind ein immer wiederkehrendes Thema. Märchen bergen Wissen in Form von Allegorien und vermitteln oft eine Botschaft.
Im Märchen «Der Pferdeprinz» ist die Sehnsucht eines Königspaares nach einem Thronfolger der Beginn einer Geschichte um Erlösung von dem unabänderlichen Lebensgesetz.
Durch die Erzählung eines umherreisenden Kaufmanns erfährt der König von einer wundersamen alten Frau, die dem vor langer Zeit in Not geratenen Kaufmann weitergeholfen hatte. Der König gelangt zu dieser Alten, die nun durch ihre Weisheit und Weitsicht das langersehnte Kind ermöglicht. Die bald danach geborene Tochter soll jedoch bis zum einundzwanzigsten Lebensjahr von einer geheimnisvollen Gefahr bedroht sein, die vom Wald hinter dem königlichen Schloss ausgeht, in dem viele Tiere leben und der verwunschen sein soll. Später findet das Mädchen trotz der Vorsichtsmaßnahmen seiner Eltern in diesen Wald und entdeckt auf einer Lichtung wilde Pferde. In einer traumartig anmutenden Begegnung mit den Pferden erfährt das Mädchen, dass diese einmal Menschen waren, die gefehlt haben und durch einen Zauber verwandelt worden sind. Nur der Mut des Mädchens und seine Liebe vermögen den Zauber zu brechen.
In einem schicksalhaften Moment wird nun auch die junge Prinzessin in ein Pferd verwandelt.Tags darauf ahnt der König Schlimmes und lässt seine Tochter suchen. Man findet nur ein sich seltsam verhaltendes Pferd. In dieser schwierigen Situation erinnert sich der König an den Ratschlag der weisen Frau, sich in Not an sie zu wenden. Die alte Frau erscheint, und durch die Gnade kann der Zauber, der sich über alles gelegt hatte, zurückgenommen werden. Die Liebe der Prinzessin zu den verwunschenen Tieren des Waldes hat die Verwandlung für alle ermöglicht. So erhalten König und Königin ihre Tochter zurück und dazu einen Prinzen als Schwiegersohn.

Info

Ballett-Oper in zwei Akten für kleine und grosse Kinder nach einem Märchen von Raffael Boriés

Besetzung

3 Flöten, 3 Oboen, 1 Englisch Horn, 3 Klarinetten in A, 1 Baßklarinette, 3 Fagotte, 1 Kontrafagott
4 Hörner in F, 3 Trompeten in C, 2 Tenor-Posaunen, 1 Baß-Posaune, 1 Tuba
Pauken, Schlagzeug
2 Harfen
Violine 1, Violine 2, Viola, Violoncello, Kontrabass
Mezzosopran: «Weise Frau»/«Taube»
Tenor: «Prinz»
Bariton: «Kaufmann»/«Täuberich»
Bass: «König»
Erzähler

Aufführungsdauer

ca. 80 Minuten

Noten

Leihmaterial

JEC EFM018-LM

Taschenpartitur

JEC EFM018-TP

48,- sFr / 30,- €